Veranstaltungen

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Braucht Europas Demokratie ein grundlegendes Update?

Gemeinsam laden die Karlspreis-Verantwortlichen und die Europäische Bürgerbewegung Pulse of Europe zu einem „Platzparlament“ zum Elisenbrunnen ein. In Anlehnung an das erfolgreiche Bürgerbeteiligungsformat „Europäische Hausparlamente“ erfolgen im Rahmen der Verleihung des Internationalen Karlspreises an die belarussischen Aktivistinnen offene Gesprächsrunden zu Fragen der demokratischen Verfasstheit Europas, deren Ergebnisse zusammengefasst und vor Ort von den Bürgern vorgetragen werden. Pulse of Europe verleiht Bürgerinnen und Bürgern eine Stimme, um der Bedrohung Europas von innen und außen etwas entgegenzusetzen und macht die europäische Idee auf den Straßen und Plätzen in vielen Städten sichtbar und hörbar. Nach dem bewährten Format dauert die Veranstaltung eine Stunde und endet mit einer kurzen Kundgebung für Zusammenhalt und Solidarität mit den Menschen in Belarus, der Ukraine und anderen Ländern, in denen der Puls Europas unterdrückt und bekämpft wird.
 
Veranstalter: Pulse of Europe, Internationaler Karlspreis

Nähe und Distanz

Die aus Belarus stammende Künstlerin Lena Krashevka und ihr Landsmann Maxim Tyminko laden mit Sebastian Osterhaus und Simon Rosenthal zu einer Gemeinschaftsausstellung ein, die der Sichtbarmachung deutsch-belarussischer Kunstpositionen dienen und zu einer Dialogbereitschaft verleiten soll. Diesen Dialog möchten die international tätigen Künstlerinnen und Künstler inhaltsvoll und innovativ vermitteln. Sie formulieren einen Diskurs der Verständigung unterschiedlicher Wahrnehmungen und Positionen. Der künstlerische Ausdruck bietet eine einzigartige Möglichkeit, wechselseitige kulturelle und politische Hintergründe wahrzunehmen und zu verstehen. Die emotionalen und ausdrucksvollen Arbeiten stellen eine Projektionsfläche für die Suche nach der persönlichen Identität in einer stetigen gesellschaftlichen Veränderung und einem globalen weltlichen Aufbruch dar.

 

Die Eröffnung wird durch die Kunsthistorikerin Dr. Kirsten Fitzke vorgenommen und durch Live-Musik begleitet.


Die Ausstellung wird bis zum 29. Mai 2022 präsentiert. In dieser Zeit finden weitere Programmpunkte statt, über die auf der Website www.stadtbad-aachen.de informiert wird.

 

Eintritt: frei

 

Veranstalter: Stadtbad Aachen, Internationaler Karlspreis

Belarus: Kollaps des Rechts?

Die Karlspreisträgerinnen 2022 sind zu Symbolfiguren im Widerstand gegen Alexander Lukaschenko geworden, der Belarus seit Jahrzehnten mit eiserner Härte im Griff hält und mit allen Mitteln versucht, seine Widersacher zum Schweigen zu bringen. Sind die Menschenrechte, die die Opposition einfordert, stärker als jedes System oder kollabiert in Belarus das Recht? Wie muss die Rolle von Belarus beim Ukraine-Krieg eingeordnet werden? Welche Rolle spielt Russland? Wie nehmen die Nachbarländer Polen und Litauen Einfluss? Hat die belarussische Opposition eine Chance? Was können wir tun?

Unter Moderation von Jochen Leyhe ordnen Olga Dryndova und Siebo Janssen die Geschehnisse in den europäischen Kontext ein.

Die Politikwissenschaftlerin Olga Dryndova ist verantwortliche Redakteurin der „Belarus-Analysen“ der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. Seit mehreren Jahren ist sie für Stiftungen und NGOs aus Deutschland und Osteuropa tätig. Siebo Janssen hat Politikwissenschaften, Geschichte, Europarecht und Philosophie studiert. Er ist Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen und befasst sich schwerpunktmäßig mit der europäischen Integration.

 

Eintritt: frei | Anmeldung zur Präsenz- oder digitalen Teilnahme unter https://ogy.de/Belarus-2022

 

Veranstalter: EUROPE DIRECT Aachen, Europäisches Klassenzimmer, Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Internationaler Karlspreis

Europäischer Karlspreis für die Jugend

Zwei Tage vor der Verleihung des Internationalen Karlspreises wird am 24. Mai bereits zum 15. Mal der Europäische Karlspreis für die Jugend vergeben, der mit insgesamt 15.000 Euro dotiert ist. Im Rahmen des zuvor vom Europäischen Parlament und der Karlspreisstiftung ausgeschriebenen Wettbewerbs haben sich hunderte Jugendliche aus allen Mitgliedsländern der EU mit der Rekordzahl von über 460 Projekten, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen, für die Auszeichnung beworben. Die Preisverleihung wird von hochrangigen Repräsentanten des Europäischen Parlaments und des Internationalen Karlspreises zu Aachen vorgenommen.

 

Info: Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten, wenden sich bitte per E-Mail an:
info@karlspreis.de

 

Veranstalter: Europäisches Parlament, Internationaler Karlspreis

Belarus 2022:

Vorwärts in die totalitäre Vergangenheit?

Nach den beispiellosen Massenprotesten gegen die Wahlfälschung und die brutale Polizeigewalt im Jahr 2020 hat das Lukaschenko-

Regime schrittweise die Repressionen immer weiter verschärft. Mehr als tausend Menschen sitzen als politische Häftlinge in Gefängnissen und wurden teilweise zu drakonischen Strafen verurteilt, darunter Maria Kalesnikava und der Ehemann der damals mutmaßlich um ihren Wahlsieg betrogenen Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja. Über dreihundert unabhängige gesellschaftliche Organisationen mit Aktivitäten im Kultur-, Sozial-, Umwelt- oder Menschenrechtsbereich wurden aufgelöst, ebenso wie unabhängige Medien. In vielen Ländern Europas haben sich vielseitig aktive Unterstützungsinitiativen gebildet. Darja Dergatschewa von Razam, dem Verein der belarussischen Diaspora in Deutschland, der Journalist Ingo Petz (Dekoder.org, Berlin) und Robin Wagener MdB, europapolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, geben Einblicke in die aktuelle innen- und außenpolitische Lage in Belarus – insbesondere auch mit Blick auf die Haltung des Regimes zum russischen Überfall auf das Nachbarland Ukraine – und erörtern Perspektiven für das Land und die Gesellschaft sowie Handlungsmöglichkeiten für die deutsche und europäische Außenpolitik.

 

Besuchen Sie die Veranstaltung unter www.boell-nrw.de

 

Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung NRW in Zusammenarbeit mit dem Referat Ost- und Südosteuropa der Heinrich-Böll-Stiftung, Internationaler Karlspreis

Europa nach der Zeitenwende

Im unmittelbaren Vorfeld der Karlspreisverleihung finden sich europäische Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Gesellschaft zu einer Perspektivkonferenz zusammen und diskutieren über die epochalen Herausforderungen, mit denen die EU konfrontiert ist – unter anderem Fragen der Energiesicherheit und die europäische Sicherheitsarchitektur.

 

Geschlossene Veranstaltung.

Verfolgen Sie den Livestream auf www.karlspreis.de

 

Veranstalter: Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Die Karlspreisträgerinnen 2022 an der RWTH Aachen

Am Vortag der Verleihung des Internationalen Karlspreises werden Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und – in Vertretung ihrer inhaftierten Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich die RWTH besuchen. Im modernen Hörsaalzentrum der Universität werden die designierten Karlspreisträgerinnen über die aktuelle Situation in Belarus und Osteuropa sprechen und stehen für eine nachfolgende Diskussion gerne zur Verfügung. Denn die lebhaften Gespräche insbesondere mit den Studierenden sind vielen Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträgern sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben.

 

Eintritt: frei | nähere Informationen zu den Einlassmodalitäten werden rechtzeitig unter www.rwth-aachen.de bekanntgegeben.

 

Veranstalter: RWTH Aachen, Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen

Der Vorabend

 

15.00 Uhr

Öffnung der Informationsstände:

Treffpunkt Europa

Informationsstände unter anderem von: Aachener Städtepartnerschaftsvereinen, Blau-Gelbes Kreuz Deutsch-Ukrainischer Verein e.V., Verein zur Förderung des Multikultifestes e.V.

Bücherstand

Die Buchhandlungen M. Jacobi‘s Nachfolger und Schmetz am Dom präsentieren nationale und internationale Literatur.

EUROPE DIRECT Aachen

Europa verstehen leicht gemacht – kostenlose EU-Informationen.

Sponsorenzelt der Volksbanken und Raiffeisenbanken

Informieren Sie sich über das gesellschaftliche Engagement der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

 

Ab 15.30 Uhr folgt ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, interessanten Gesprächen und bewegenden Rezitationen: 

 

15.30 / 16.35 / 17.40 / 18.20 Uhr

Musik: Tamara Lukasheva

Die Ukrainerin Tamara Lukasheva wurde 1988 in Odessa geboren. Von 2003 bis 2007 studierte sie am dortigen Konservatorium, später an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, wo sie heute lebt. Als Solistin, Ensembleleiterin und Komponistin wurde sie bereits mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2018 als „außergewöhnlich variable und ideenreiche Musikerin“ mit dem renommierten Horst-und-Gretl-Will-Stipendium für Jazz und improvisierte Musik der Stadt Köln, ihrer Wahlheimat.

 

16.00 / 17.00 / 18.00 / 18.40 Uhr

Gespräche mit politischen Repräsentantinnen und Repräsentanten und hochrangigen Gästen der Karlspreisverleihung

 

16.20 / 17.20 Uhr

Rezitation: Annette Schmidt und Jochen Deuticke (Theater K)

Die Schauspieler Annette Schmidt und Jochen Deuticke lesen Texte und Gedichte belarussischer Autoren, aber auch Aufzeichnungen und Erfahrungsberichte von Akteuren der belarussischen Freiheitsbewegung. Neben der Theaterarbeit treten die Schauspieler des Theater K immer wieder für den Dialog über gesellschaftsrelevante Themen ein. Die Kunst als Katalysator für mehr Miteinander. Literatur als Wegbreiter zu tieferem Verstehen und Empathie. Mit der Rezitation der bewegenden Texte möchten die beiden Schauspieler den Zuhörern mehr als nur einen Einblick in die schwierige politische Situation in Belarus geben. Sie wollen Stimmen zu Gehör bringen, die von Hoffnung sprechen. Von der Überwindung der Angst und der Erfahrung von Solidarität. Solange diese Stimmen gehört werden – auch im Ausland –, bleibt Hoffnung bestehen.

 

19.00 Uhr

Die Jugendkarlspreisträger und die Karlspreisträgerinnen 2022

Die diesjährigen Jugendkarlspreisträger werden der Bevölkerung vorgestellt und begegnen auf der Katschhofbühne den designierten Karlspreisträgerinnen 2022, Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und – stellvertretend für ihre inhaftierte Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich.

 

20.00 Uhr

Musik: Lavon Volski

Lavon Volski wurde 1965 in Minsk geboren. Seit Anfang der 1980er Jahre ist er als freier Musiker tätig, zuerst in der Sowjetunion, dann in Belarus. Er singt vor allem auf Belarussisch. Er hat zahlreiche Bands und Musikprojekte gegründet, die einen fundamentalen Einfluss auf die jüngere Kulturgeschichte seines Landes haben. So wie beispielsweise die Band N.RM. oder Krambambulya. Seit 2010 ist er vor allem als Solist unterwegs. Viele seiner Songs beschäftigen sich mit gesellschaftspolitischen Themen in seinem Land und sind deswegen zu Hymnen geworden. Volski gilt als einer der mutigsten Kritiker des Lukaschenko-Regimes, weswegen er viele Jahre in seiner Heimat nicht auftreten durfte. Auch aktuell lebt er im Ausland. 2016 wurde er mit dem Freemuse Award ausgezeichnet.

Kundgebung: Karlspreis für den Frieden

11.15 Uhr
TV-Übertragung des Festaktes auf Video-Großleinwand auf dem Markt; anschließend Karlspreis LIVE auf dem Katschhof.

12.55 Uhr

Musikalische Begrüßung durch Lavon Volski.

 

12.5514.30 Uhr    Kundgebung

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Dr. Jürgen Linden, empfangen Swetlana Tichanowskaja, Veronica Tsepkalo und Tatsiana Khomich auf der Bühne. Auf der Kundgebung sprechen Karlspreisträgerinnen und -preisträger, Europapolitikerinnen und -politiker.

 

14.30 Uhr

Zum Abschluss spielt noch einmal Lavon Volski.

 

Technik: eventac Veranstaltungstechnik GmbH

 

Veranstalter: Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen


 

EIN ROTER FADEN

Drei rot bestickte, weiße Kleider, schwebend vor einem riesigen Bildteppich als Symbol des Widerstands: In der gemeinsamen Installation der Frauenkunstwerkstatt Spectrum (Rheinischer Verein), angeleitet von der Aachener Künstlerin Vera Sous, den Frauen des Sticktreffs Aachen und der Künstlerin Rufina Bazlova, verbindet sich der weibliche Charakter der belarussischen Revolution mit der weiten Landschaft des osteuropäischen Landes. Ein starkes Zeichen solidarischen europäischen Miteinanders.

Am Samstag, 28.05.2022, findet um 12.00 Uhr eine Lesung mit politischer Lyrik von Aachener Lyrikerinnen und Lyrikern statt.

 

Die Ausstellung wird bis zum 29. Mai 2022 zu folgenden Öffnungszeiten präsentiert:

Sa: 12.00-19.00 Uhr

So: 12.00-18.00 Uhr

 

Eintritt: frei

 

Veranstalter: Rheinischer Verein für Katholische Arbeiterkolonien e.V., Sticktreff Aachen, Kulturbetrieb der Stadt Aachen, Internationaler Karlspreis