Karlspreis zu Aachen
Karlspreis zu Aachen
Karlspreis zu Aachen

Herzlich willkommen

Der Internationale Karlspreis zu Aachen, der 1950 erstmals vergeben wurde, ist der älteste und bekannteste Preis, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.

Zum Namensgeber für den Preis wurde Karl der Große, der als erster Einiger Europas gilt und der Ende des achten Jahrhunderts Aachen zu seiner Lieblingspfalz wählte; damit wurde eine Brücke zwischen europäischer Vergangenheit und Zukunft geschlagen.

Veranstaltungen

Idee und Zielsetzung des Karlspreises

Die Idee des Karlspreises wurde am 19. Dezember 1949 aus der Aachener Bürgerschaft heraus geboren. Der Initiator, Dr. Kurt Pfeiffer, hat Idee und Zielsetzung der Auszeichnung wie folgt formuliert: „Der Karlspreis wirkt in die Zukunft, er birgt gleichsam eine Verpflichtung in sich, aber eine Verpflichtung von höchstem ethischem Gehalt. Er zielt auf freiwilligen Zusammenschluss der europäischen Völker, um in neu gewonnener Stärke die höchsten irdischen Güter – Freiheit, Menschlichkeit und Frieden – zu verteidigen, den unterdrückten und Not leidenden Völkern wirksam zu helfen und die Zukunft der Kinder und Enkel zu sichern.“

Europäischer Jugendkarlspreis

„Radio Show Europhonica IT gewinnt den Jugendkarlspreis 2019

Am 28. Mai wurde die italienische Radiosendung Europhonica IT aus 285 Projekten bei einer lebendigen Zeremonie im Rathaus der Stadt Aachen zum Jugendkarlspreisträger 2019 gekürt. Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, sagte in seiner Laudatio: „Europhonica ist ein perfektes Beispiel, wie man die Institutionen der Europäischen Union den Bürgerinnen und Bürger näherbringen und dazu beitragen kann, sowohl die Arbeitsweise zu verstehen als auch die Voraussetzungen bessere Teilhabe der Bürger zu schaffen.“

Der Jugendkarlspreis, der gemeinsam vom Europäischen Parlament und der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen verliehen wird, wird für Projekte junger Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren verliehen, die einen Beitrag zum besseren Verständnis zwischen den Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen europäischen Ländern leisten. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Seit 2008 wurden über 3.500 Wettbewerbsbeiträge, an denen mehrere Zehntausend Jugendliche aus allen Mitgliedstaaten der EU beteiligt waren, für die Auszeichnung eingereicht.

Repräsentanten der Gewinnerprojekte aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten waren zu der Preisverleihung in Aachen eingeladen und wurden mit einer Urkunde und einer Medaille ausgezeichnet.

1. Preis – Italien – Europhonica IT – (RadUni - Associazione Operatori Radiofonici Universitari) - www.raduni.org
Europhonica IT ist eine gemeinsame Radiosendung, in der unabhängige Studierenden- und Universitätsmedien zu Wort kommen. Studierende und Berufseinsteiger erläutern ihre Vorstellung von Europa, indem ein Redaktionsteam aus jungen Menschen aus Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und Deutschland gebildet wird, das monatlich aus dem Europäischen Parlament in Straßburg sendet.

2. Preis – Finnland – Deine europäische Bürgerschaft 2018 – www.eypfinland.org
Das Projekt „Deine europäische Bürgerschaft“ des Europäischen Jugendparlaments Finnland bietet jungen Menschen in Finnland auf spannende Weise die Möglichkeit, sich umfassend über die Entscheidungsprozesse in der EU und die europäischen Kulturen zu informieren. Im Rahmen der vier internationalen Veranstaltungen kamen etwa 500 junge Menschen zusammen, um sich über aktuelle europäische Themen auszutauschen, diese zu erörtern und sich dabei eine eigene Meinung zu bilden.

3. Preis – Österreich – Muslime und Musliminnen gegen Antisemitismus – www.mjoe.at

Das Pilotprojekt Muslime und Musliminnen gegen Antisemitismus zielt darauf ab, junge Menschen zu sensibilisieren und das Thema Antisemitismus erstmals aus einer kritischen innermuslimischen Perspektive zu beleuchten. Hierfür wurden Workshops angeboten und Begegnungsräume zwischen Muslimen und Musliminnen sowie Juden und Jüdinnen geschaffen, um eine gemeinsame österreichische und europäische Identität zu fördern