Gesellschaft/ Direktorium

Gesellschaft/ Direktorium

Die Karlspreisgesellschaft und das Karlspreisdirektorium

1950 wurde von den zwölf Stiftern des Karlspreises die "Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen" (Karlspreisgesellschaft) gegründet, die alle mit der Karlspreisverleihung verbundenen Aufgaben erledigen sollte. In ihrer Satzung wurden die in der Proklamation von 1949 genannten Ziele des Karlspreises aufgegriffen und konkretisiert. Die Gesellschaft wurde 1987 umbenannt in "Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e.V." und ist seitdem in das Vereinsregister eingetragen.


Für den Karlspreis hat das Direktorium der Karlspreisgesellschaft eine herausgehobene Rolle, denn dieses Gremium wählt die Karlspreisträger aus. Die Sitzungen des Karlspreisdirektoriums sind vertraulich.

Das erste Karlspreisdirektorium war identisch mit den zwölf Stiftern des Preises und den Unterzeichnern der Proklamation, wobei acht von ihnen in das Direktorium gewählt wurden. Der Oberbürgermeister der Stadt Aachen, der Oberstadtdirektor, der Bischof der Diözese Aachen als Hüter der Karlstradition des Domes und der Rektor der Technischen Hochschule hatten als „geborene Mitglieder“ ihren Sitz im Direktorium. Die zwölf Mitglieder wählten aus ihrer Mitte den Sprecher des Karlspreisdirektoriums. Er leitete die Sitzungen des Direktoriums und vertrat die Gesellschaft nach außen.

Diese Grundstruktur des Karlspreisdirektoriums hat sich bis heute erhalten, allerdings wurde das Gremium in der Zwischenzeit auf 17 Personen aufgestockt und der Bischof wurde durch den Dompropst als "geborenes Mitglied" ersetzt. (Mitglieder des Karlspreisdirektoriums). Seit 1974 entsenden die Fraktionen des Stadtrates Vertreter in das Direktorium. Seit 1990 hat der Rat der Stadt zudem das Vorschlagsrecht für zwei weitere Mitglieder, sog. „Weltbürger“, die nicht in Aachen beheimatet sind, dem Thema Europa aber in besonderer Weise verbunde sind. Schließlich gehören seit ihrer Gründung im Jahr 1997 zwei Vertreter der Karlspreisstiftung dem Direktorium an.

Für die Kontinuität des Karlspreises spricht, dass es bisher erst fünf Sprecher des Karlspreisdirektoriums gab.